„2017/06/11 - 14:17 - Frieden ist drin, Demokratie bleibt aber draußen? #bpt2017 #status“

 

 

 
 
 
05. Juni 2017

„Wenn diese Arbeitsmarktstatistik die Antwort ist, dann möchte man die Frage gar nicht hören“

 

Es bleibt festzustellen, dass auch der Berichtsmonat Mai 2017 neben der üblichen saisonbedingten Mehrbeschäftigungen, wenig Aussagekraft zeigt. Statt dem direkten Vergleich zum Vormonat gibt es rein den Vergleich zum Vorjahresmonat. Statt einer Prognose für den kommenden Monat ergeht man sich lieber in Begriffsdefinitionen. Das Ziel: schöne Zahlen. Belastbare Zahlen hingegen sind offensichtlich eher unerwünscht.
Die Statistik führt 9.875 Saarländer als Arbeitslose SGB III und 24.209 Arbeitslose SGB II auf. In Summe sind also 34.084 Saarländer aus Sicht dieser Statistik als arbeitslos ausgewiesen. Die Zahl der Saarländer in Unterbeschäftigung, hier erfolgt zumindest der Hinweis „ohne Kurzarbeit“, liegt bei 53.979.
Vergeblich sucht man aber nach den Zahlen der Saarländer in Arbeitsgelegenheiten, in Förderungen von Arbeitsverhältnissen, in Fremdförder- und Weiterbildungsmaßnahmen, in Maßnahmen zur Aktivierung und der beruflichen Eingliederung, als krank gemeldete Arbeitslose, in Hartz – IV - Bezug, als arbeitssuchend deklarierte „erwerbsfähigen Hilfebedürftige“, als arbeitslos gemeldete Personen in einer Kündigungsfrist und als Selbstständige auf Anstellungssuche. Diese Mitbürger blendet man schlicht aus. Die als „stille Reserve“ deklarierte Gruppe von Menschen, die sich entmutigt vom Arbeitsmarkt zurückgezogen haben und sich nicht mehr als arbeitslos registrieren lässt, ist in diesem Zahlenwerk sowieso kein Thema mehr. Und schaut man auf Personen in prekären Einkommenssituationen, dann sollte man die Kinder nicht außer Acht lassen. Es trifft nicht die Eltern alleine.

„Ehrliches Rechnen und Ausweisen, dass zeigt auch diese Statistik, ist nicht gewollt. Belastbare Zahlen, die eine Bewertung des Arbeitsmarktes und der politischen Entscheidungen erlauben, sind nicht erwünscht. Schönfärberei und Erfolgsmeldungen zählen mehr als die Erstellung einer guten Grundlage für planvolle, arbeitsmarktpolitische Bewertungen und Entscheidungen. Dies ist bedauerlich.“, so der Landesgeschäftsführer Andreas Neumann. Und weiter: „Eine Arbeitsmarktstatistik, die ganze Gruppen von Mitbürgern einfach wegfallen lässt, die keine Prognosen wagt, die die Bewertung von Erfolg und Misserfolg durch Art und Weise der Darstellung unnötig erschwert, ist einfach sinnfrei.“

 


Tags/Schlagworte dieses Artikels: Pressemitteilung, Arbeitsmarkt, Statistik

 

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