20. Juli 2017

Juni 2017 - eine erneute Arbeitsmarktstatistik mit Schönfärbefaktor

 

 

Dem Berichtsmonat Juni 2017 der Agentur für Arbeit mangelt es wie gewohnt an Aussagekraft, dem direkten Vergleich zum Vormonat und einer gebotenen Prognose für die Entwicklung des Folgemonats. Die Statistik glänzt aber dadurch, dass -3215 Arbeitslose zum Vorjahresmonat ausgewiesen werden. Leider kann man nicht nachlesen, dass trotz saisonaler Mehrbeschäftigung zum Vormonat Mai nur ein tatsächlicher Rückgang von 157 Arbeitslosen zu verzeichnen ist: Juni 33.927, Mai 34.084.

Bei den angegebenen 53.657 Saarländern in Unterbeschäftigung sucht man wieder vergeblich alle Gruppen von prekären Beschäftigungen und Einkommensverhältnissen. Angefangen bei Personen in Arbeitsgelegenheiten, in (Fremd-)förder- und Weiterbildungsmaßnahmen, als krank gemeldete Arbeitslose, in Hartz – IV - Bezug, als arbeitssuchend deklarierte „erwerbsfähigen Hilfebedürftige“, als arbeitslos gemeldete Personen in einer Kündigungsfrist bis hin zu Selbstständige auf Anstellungssuche. Von den Menschen, die sich entmutigt vom Arbeitsmarkt zurückgezogen haben und sich nicht mehr als arbeitslos registrieren lassen, ist in diesem Zahlenwerk sowieso nicht mehr die Rede.
„Den Nutzen einer Statistik, die so viele Menschen nicht mehr berücksichtigt, muss man ernsthaft hinterfragen.“, so Andreas Neumann, Landesgeschäftsführer DIE LINKE. Saar. Und weiter: „Dass trotz dieser zahlreichen ‚Korrekturmaßnahmen‘ zur Reduzierung des tatsächlichen Wertes noch 87.574 Saarländer ausgewiesen werden mussten, ist erschreckend. Erfolg sieht eindeutig anders aus.“

 


Tags/Schlagworte dieses Artikels: LGF, Arbeitsmarkt, Statistik, Saar, Saarland

 

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