„2017/06/11 - 14:17 - Frieden ist drin, Demokratie bleibt aber draußen? #bpt2017 #status“

 

 

 
 
 
29. November 2017

Glyphosat

 

 

Nun hat die EU-Kommission also die Zulassung des Totalherbizids Glyphosat doch um fünf Jahre verlängert, die Lobbyarbeit der Glyphosate Task Force (GTF) macht sich also doch bezahlt. Was Verbote angeht, hat sich die komplette EU-Ebene also für längere Zeit aus dem Rennen genommen; wobei für Bayer und die GTF 15 Jahre wünschenswerter gewesen wären. Denn die Geschäfte mit Glyphosat als Unkrautvernichter und glyphosatresistenten Nutzpflanzen lohnen sich. Über die Tatsache, dass sich Deutschland für die Zulassung ausgesprochen hat, wird es hoffentlich im Bundestag noch einige dringend notwendige Diskussionen um die politische Tragweite geben. Die WHO-These, dass Glyphosat wahrscheinlich krebserregend ist, konnten andere Untersuchungen von europäischen, kanadischen und japanischen Lebensmittelsicherheits- und Chemiebehörden nicht bestätigen. Aber, die wissenschaftliche und öffentliche Debatte scheint noch lange nicht abgeschlossen, Zweifel bleiben.
Nun liegt es an der saarländischen Landesregierung aktiv zu werden. Sie könnte und sollte zumindest ein Verbot des Einsatzes von Glyphosat auf landeseigenen und kommunalen Flächen beschließen. Ergänzend hierzu wäre die Ausarbeitung eines Reduktionsplanes für Herbizid- und Pestizid-Einsatz für die saarländische Landwirtschaft sinnvoll. Durch gezielte Anreize muss für die Bauern ein Umfeld geschaffen werden, dass die Umstellung auf mechanische Behandlung und den Einsatz selektiver Herbizide arbeits- und finanztechnisch sinnvoll macht. Doch auch auf kommunaler Ebene kann man tätig werden. Denn in allen Gemeinden, Orten und Städten im Saarland werden Pestizide, zu denen im weiteren Sinn auch Herbizide gelten, eingesetzt, um z.B. Wege, Straßen, Spiel- und Sportplätze frei von „Unkraut“ zu halten. Diese chemischen Keulen töten nicht nur das „Unkraut“ ab, sondern gelangen auch in Gewässer und Kläranlagen. Hier kann man ansetzen und die pestizidfreie Kommune einfordern; zumindest aber die glyphosatfreie Kommune.
Und nur abschließend: der Bezug des Gemüses und Obsts für die (Schul-)Kantinen vom Biobauer ist vielleicht etwas teurer, aber sicherlich deutlich gesünder.

 


Tags/Schlagworte dieses Artikels: Pressemitteilung, Glyphosat

 

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