25. August 2018

Zur Aussage des Generalinspekteurs der Bundeswehr

 

 

Die Ablehnung der Wehrpflicht tragen wir grundsätzlich gerne mit, wenn auch aus anderen Gründen. Doch die folgende Aussage von General Zorn, dem 16. Generalinspekteur der Bundeswehr, geht gar nicht: „Entscheidend ist aber, dass wir für die heutigen Aufgaben der Bundeswehr – also Auslandseinsätze und Landes- und Bündnisverteidigung – die Wehrpflichtigen der alten Zeit nicht benötigen.“.
Die Aufführung der „Auslandseinsätze“ als natürlichem Aufgabenbereich der Wehr des Bundes ist aber eine Bankrotterklärung für ein Deutschland, das eine „Verantwortung in der Welt“ zeigen will. Diese Verantwortung muss in einer echten Friedenspolitik bestehen und nicht in einer Platzierung in der der Top 10 bei Auslandseinsätzen oder Waffenexporten. Der Auftrag der Bundeswehr muss wieder auf die territoriale Landesverteidigung beschränkt werden. Soldaten im Ausland sind somit zurückzuholen.
Andere Parteien betrachten seit den 1990ern militärische Gewalt als legitimes Mittel der Interessensdurchsetzung, nicht aber DIE LINKE. Auslandseinsätze, mit oder ohne UN-Mandat, lehnen wir ab. Die Bundestagsfraktion fasst unsere Haltung sehr gut mit folgendem Satz zusammen: „Krieg als Mittel der Politik ist nach unserem Verständnis eine politische und zivilisatorische Bankrotterklärung.“.
Und ganz ehrlich, wir wünschen uns für die jungen Menschen andere Nachrichten, als z.B. diesen SZ-Beitrag über zwei Mitglieder der Saarland-Brigade: „Mit einer Trauerfeier im nordostafghanischen Kundus hat die Bundeswehr gestern Abschied von zwei getöteten Soldaten genommen. Die beiden Männer im Alter von 25 und 22 waren am Montag bei einem Selbstmordanschlag nahe Kundus ums Leben gekommen, als sie nach illegalen Waffenlagern suchten.“.

Gemeinsam für Frieden! Das ist eine Devise, für die es sich zu streiten lohnt.

 


Tags/Schlagworte dieses Artikels: stv. Landesvorsitzender

 

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